Aus der Praxis · Praxis Dr. Romanos

Bluttest — was Ihre Werte wirklich bedeuten

Sie haben Ihre Blutwerte bekommen und fragen sich, was die Zahlen bedeuten? Viele Patienten stehen vor einem Laborbericht und sind unsicher. Hier eine Orientierung zu den wichtigsten Werten.

Ferritin — Eisenspeicher

Ferritin misst, wie viel Eisen Ihr Körper gespeichert hat. Unter 30 µg/L spricht man von einem Mangel, auch wenn das Hämoglobin noch normal ist. Ideal sind Werte über 50 µg/L. Besonders bei Müdigkeit und Eisenmangel-Symptomen ist Ferritin der entscheidende Wert.

TSH — Schilddrüse

TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) zeigt, wie aktiv Ihre Schilddrüse arbeitet. Normal: 0.27–4.2 mU/L. Ein hoher TSH deutet auf eine Unterfunktion hin, ein niedriger auf eine Überfunktion. Bei Werten an der Grenze empfehle ich zusätzlich fT3 und fT4 — mehr dazu im Schilddrüsen-Artikel.

HbA1c — Langzeitblutzucker

HbA1c zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 2–3 Monate. Unter 5.7% ist normal, 5.7–6.4% ist Prädiabetes, ab 6.5% spricht man von Diabetes. Dieser Wert ist aussagekräftiger als ein Nüchternblutzucker.

CRP — Entzündungsmarker

CRP (C-reaktives Protein) steigt bei Entzündungen. Unter 5 mg/L ist normal. Erhöhte Werte können auf Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder chronische Entzündung hinweisen. Ein isoliert leicht erhöhter CRP muss im Kontext bewertet werden.

Leberwerte (GPT/ALT, GOT/AST, GGT)

Diese Enzyme zeigen die Leberfunktion an. Leicht erhöhte Werte können durch Medikamente, Alkohol, Fettleber oder Übergewicht verursacht werden. Stark erhöhte Werte erfordern weitere Abklärung.

Werte immer im Kontext

Ein einzelner Wert ausserhalb der Norm ist nicht automatisch ein Problem. Wir besprechen jeden Befund persönlich und entscheiden gemeinsam, ob und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Nächster Schritt: Vereinbaren Sie eine Konsultation, um Ihre Gesundheit im Detail zu besprechen.

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