Therapie · Praxis Dr. Romanos
Infusionstherapie: Wann sie wirklich sinnvoll ist — und wann nicht
Vitamin-Infusionen sind in Zürich ein Trend: «Drip Bars», Beauty-IVs, Hangover-Cocktails. Das Angebot ist gross, die medizinische Substanz oft gering. In unserer Praxis unterscheiden wir klar zwischen der Eiseninfusion als medizinischer Behandlung und der privaten Vitamin- oder Aufbauinfusion.
Eiseninfusion: eine medizinische Behandlung
Orale Eisenpräparate werden nicht von allen gut vertragen (Übelkeit, Verstopfung). Bei nachgewiesenem Eisenmangel kann eine Eiseninfusion (z. B. Ferinject oder ein gleichwertiges Präparat) sinnvoll sein, typischerweise bei Ferritin unter 30 µg/l mit Beschwerden wie Müdigkeit, Haarausfall oder Konzentrationsproblemen. Ist sie medizinisch indiziert, läuft sie über die Grundversicherung. Aktuelle Laborwerte sind Voraussetzung.
Vitamin- und Aufbauinfusion: eine private Leistung
Eine Vitamin- oder Aufbauinfusion enthält Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Antioxidantien wie Glutathion. Sie behandelt keine Krankheit, und wir versprechen keine bestimmte Wirkung. Vor der ersten Infusion prüft der Arzt, ob sie für Sie geeignet ist: Vorerkrankungen, Medikamente und vorhandene Laborwerte. Die Infusion kostet CHF 300; die Grundversicherung übernimmt sie nicht.
Wann eine Infusion nicht sinnvoll ist
Bei anhaltender Müdigkeit ohne bekannte Ursache kommt zuerst die Abklärung in einer Ärztlichen Sprechstunde, nicht die Infusion. Ebenso, wenn eine Grunderkrankung nicht abgeklärt ist oder eine andere Behandlung Vorrang hat. Wir sehen Infusionen nicht als Wellnessangebot, sondern als ärztliche Massnahme.
Ablauf in unserer Praxis
Nach der Eignungsprüfung dauert die Infusion etwa 30 bis 60 Minuten und erfolgt unter ärztlicher Aufsicht. Mehr zu Ablauf und Kosten finden Sie auf der Seite Infusionstherapie.
Gezielt, nicht pauschal. Ob eine Infusion für Sie geeignet ist, prüft der Arzt vorher. Nicht als Lifestyleprodukt.
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