Aus der Praxis · Praxis Dr. Romanos

Krankenversicherung in der Schweiz — einfach erklärt

Das Schweizer Krankenversicherungssystem ist leistungsfähig, aber nicht immer einfach zu durchschauen. Als Hausarzt erlebe ich täglich, dass Patienten unsicher sind, was ihre Versicherung abdeckt. Hier eine praxisnahe Übersicht.

Grundversicherung (KVG)

Jeder Einwohner der Schweiz muss eine Grundversicherung abschliessen. Sie deckt Arztbesuche, Laboruntersuchungen, Spitalaufenthalte, Medikamente und Mutterschaft. Alle Krankenkassen bieten den gleichen Leistungskatalog — die Prämien variieren aber erheblich.

Franchise und Selbstbehalt

Sie zahlen zunächst die Franchise (300 bis 2500 CHF pro Jahr, selbst gewählt), danach 10% Selbstbehalt bis maximal 700 CHF pro Jahr. Wer selten zum Arzt geht, spart mit hoher Franchise bei den Prämien. Wer regelmässig Leistungen bezieht, fährt mit niedriger Franchise oft besser.

Zusatzversicherung

Die Zusatzversicherung deckt Leistungen, die über die Grundversicherung hinausgehen: Einzelzimmer im Spital, Komplementärmedizin, Zahnbehandlungen, Brillen oder erweiterte Check-ups. Wichtig: Zusatzversicherungen können Gesundheitsprüfungen verlangen und Vorerkrankungen ausschliessen.

Was die Grundversicherung beim Hausarzt deckt

Konsultation, klinische Untersuchung, medizinisch indizierte Laborwerte, Überweisungen und ärztliche Beratung sind durch die Grundversicherung gedeckt. Umfassende Check-ups ohne spezifische Beschwerden fallen oft in den Bereich der Zusatzversicherung.

Unser Transparenz-Versprechen

Wir informieren Sie vor jeder Untersuchung, welche Kosten die Grundversicherung übernimmt und welche allenfalls selbst getragen werden müssen. Keine Überraschungen.

Nächster Schritt: Vereinbaren Sie eine Konsultation, um Ihre Gesundheit im Detail zu besprechen.

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